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26.06.2019

 „Die Kinder von Golzow“: „Winfried“ (122 Min.)

Dokumentarfilmprojekt 1961 – 2007 von Barbara Junge und Winfried Junge

Film und Gespräch mit den beiden Regisseuren

 

1961, vierzehn Tage nach dem Mauerbau, startete Winfried Junge das Filmprojekt „Die Kinder von Golzow“ im Oderbruch. Die älteste Langzeitchronik der internationalen Filmgeschichte zeigt das Heranwachsen und die Schicksale von Menschen einer Generation, die vor fast sechs Jahrzehnten gemeinsam in einem Dorf 80 km östlich von Berlin eingeschult wurden. Bis 2007 begleiteten Barbara und Winfried Junge die Frauen und Männer auf ihren verschiedenen Wegen und erzählten von ihrem aktuellen Leben. Die einzigartige Dokumentation wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet.

 

In ihrem Porträt „Winfried“ stellen Barbara und Winfried Junge den wissbegierigen Jungen aus Golzow und späteren Diplomingenieur für elektronischen Gerätebau im Zellstoffwerk Gröditz (Sachsen) vor, der zum Ende der Dreharbeiten zeitweise arbeitslos ist und in Augsburg lebt. Der Epilog der Langzeitchronik erinnert noch einmal an ein Wiedersehen einiger der ehemaligen Schüler am Buddelkasten des Kindergartens am Vorabend des 1. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung. Begleitet von einem Lied aus der Golzower Schule, die sich künftig „Schule der Kinder von Golzow“ nennen  will, verlässt die Kamera den Ort und erreicht mit Luftaufnahmen die Oder, die durch die weite Ebene des Bruchs dem Meer entgegenströmt.

 


Barbara Junge, in Berlin geboren, Diplomdolmetscherabschluss an der Karl-Marx-Universität Leipzig, seit 1969 Synchronregisseurin im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Seit 1978 am Golzow-Projekt beteiligt, seit 1983 Schnitt der Filme von Winfried Junge, seit 1992 Co-Regisseurin der Dokumentation „Die Kinder von Golzow“. Sie lebt in Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste.

 

Winfried Junge, 1935 in Berlin geboren, 1953 Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 1954 Dramaturgie-Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg, 1958 Dramaturgieassistent, später Regieassistent im DEFA-Studio bei Karl Gass. Seit 1961 Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme. 50 Filme für Kino und Fernsehen, darunter 19 über die „Kinder von Golzow“. Bis 1988 Zusammenarbeit vor allem mit dem Kameramann Hans-Eberhard Leupold, später mit Harald Klix, seit 1978 mit Barbara Junge. Er lebt in Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste.

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